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Der Einfluss von Yoga auf das Gehirn

Hast auch du mit Yoga angefangen, um etwas für deine körperliche Gesundheit zu tun? Bei einer Umfrage gaben 90% an, dies sei der Hauptgrund gewesen um mit dem Yoga zu beginnen. Die Beweislage, dass Yoga positive Auswirkungen auf allerlei Zivilisationskrankheiten (chronische Schmerzen, Müdigkeit, Fettleibigkeit, Asthma, Reizdarmsyndrom…) hat ist heute sehr breit abgestützt. So erschien zum Beispiel 2014 eine Metastudie im European Journal of Preventive Cardiology, dass Yoga das Risiko für Herzerkrankungen reduziert. Durchschnittlich verloren Yoga Teilnehmer 2.3 Kilo, senkten ihren Blutdruck und Cholesterin um 12 Punkte. Doch Yoga bringt noch viele weitere Vorteile für den Menschen, welche bislang noch etwas schwieriger waren zu beweisen.

Warum machst du immer noch Yoga?

Wenn du schon eine Weile Yoga praktizierst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Hauptgrund nicht mehr bei der Fitness liegt. Bei einer Umfrage gaben 85 % der Yoga-Praktizierenden an, dass nun die Spiritualität, Selbstverwirklichung und das eigene Potenzial auszuschöpfen im Zentrum der Motivation stehen. Dafür verantwortlich könnte eine erhöhte Selbstreflexion sein, welche oftmals einhergeht mit mehr Freundlichkeit und Mitgefühl sowie kontinuierliches Wachstum und Bewusstsein für sich selbst und andere.

Wie sich das Gehirn verändert

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Eine im Mai 2015 in Frontiers in Human Neuroscience veröffentlichte Studie verwendet die Magnetresonanztomografie (MRT) des Gehirns, um zu zeigen, dass Yoga das Gehirn vor dem Rückgang des Gehirnvolumens der grauen Substanz schützt, wenn wir älter werden. Menschen mit mehr Yoga Erfahrung hatten ein Hirnvolumen, das dem von viel jüngeren Menschen ebenbürtig war. [In der Abbildung links stellen rote Dreiecke Personen dar, die keine Yoga Erfahrung haben, und gefüllte Kreise sind Personen, die Yoga mit unterschiedlicher Häufigkeit praktizieren]. Dieser Befund wurde auch in bildgebenden Untersuchungen von Menschen, die meditieren, zutreffend. Mit anderen Worten, Yoga kann dein Gehirn vor dem Schrumpfen schützen, wenn du älter wist. Noch interessanter ist, dass der Schutz dieses Gehirnvolumens der grauen Substanz hauptsächlich in der linken Hemisphäre liegt, der Seite deines Gehirns, die mit positiven Emotionen und Erfahrungen und der Aktivität des parasympathischen Nervensystems verbunden ist – deinem „Ruhe- und Verdauungssystem“. Emotionen wie Freude und Glück haben ausschließlich mehr Aktivität in der linken Gehirnhälfte bei der Positronenemissionstomografie (PET).
Links / Referenzen.
  • Marlynn Wei, MD, JD, ist Psychiaterin und Autorin in New York und arbeitet zusammen mit dem Harvard-Psychiater James E. Groves, MD.
  • Park CL et al. Warum Yoga praktizieren? Die Motivation der Praktizierenden, Yoga zu praktizieren und aufrechtzuerhalten. J Health Psychol. 2014 Jul 16. pii: 1359105314541314.
  • Villemure C et al. Neuroprotektive Effekte der Yoga-Praxis: alters-, erfahrungs- und frequenzabhängige Plastizität. Front Hum Neurosci.2015; 9: 281.

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